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Suchtverlagerung keine Lösung?

Alkoholkranke Menschen haben oft ein sehr ausgeprägtes Extremempfinden. Hat sich ihr bisheriges Leben voll nach dem benötigten Alkoholkonsum ausgerichtet, verfallen sie nach der Alkoholentgiftung oft in ein anderes Extrem, wodurch eine Verlagerung der Sucht, der sogenannten Suchtverlagerung, entsteht.


Diese kann sehr unterschiedliche Formen annehmen.

Da bei Frauen der Alkohol eher in der Gesellschaft nicht toleriert wird als bei Männern, verfallen manche Frauen in den Tablettenkonsum und werden Medikamentenabhängig.

Diese Form der Sucht kann zwar besser verheimlicht werden, ist deshalb aber nicht weniger gefährlich.

Manche Süchtige verfallen anderen Extremaktivitäten, wie Sport, spielen oder auch Internetaktivitäten. Es wird nach einem Ersatz gesucht, weil die Gedanken sich nicht um die Krankheit als Sucht drehen, sondern der Kampf gegen den Alkohol begonnen wird. Wer kämpft, kann aber auch verlieren.

Dieses Extremverhalten kann durchbrochen werden, wenn man sich seiner Sucht stellt und verschiedene Lösungswege für schwierige Situationen sucht.

Ein Erfahrungsaustausch mit anderen suchtkranken Menschen hilft den Betroffenen, andere Wege zu finden. Jedes Suchtproblem ist individuell und so können durch andere Gedanken neue Wege gefunden werden.

Die eine Sucht durch eine andere Sucht zu ersetzen, kann niemals eine Lösung sein.

Wichtig für einen suchtkranken Menschen ist die Beseitigung der Ursachen für die augenscheinliche Notwendigkeit der Drogen, wie auch Alkohol eine ist. Nur nicht trinken kann keine zufriedene Nüchternheit bringen. Zusätzlich zu vielen Lebensveränderungen ist auch eine Veränderung der Gedanken und Sichtweisen zum eigenen Leben notwendig.